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Formel K


Kita-Köche unterstützen Flüchtlingskinder

16.02.2016 (fjh)
Auf dem Weihnachtsmarkt haben Köchinnen und Köche von Marburger Tageseinrichtungen für Kinder ihre Erzeugnisse für einen guten Zweck verkauft. Unter dem Motto "Kitas helfen Kindern" kam dadurch ein Erlös von 850 Euro zusammen. Bürgermeister Dr. Franz Kahle hat nun die Spende gemeinsam mit dem Arbeitskreis der Kita-Köchinnen und –köche sowie Christiane Kappelhoff vom Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf an die Kinderbetreuung des Flüchtlingscamps in Cappel übergeben.
Andrea Heilmann von der Geschäftsstelle für Flüchtlingsbetreuung nahm die Spende entgegen. Kahle bedankte sich für das Engagement der Köchinnen und Köche. In ihrem Einsatz sah der Bürgermeister "eine tolle Aktion, die den Kindern viel Spaß macht und anderen hilft und deren Ergebnis wunderbar schmeckt."
Das Spendengeld kommt der Beschulung von Flüchtlingskindern aus dem Camp in Cappel zugute. Sie erhalten Schulbücher, Hefte, bestückte Federmäppchen und kleine Rucksäcke sowie Schulranzen.
Die Kita-Köchinnen und -köche, die sich für diese Aktion zusammengefunden haben, bereiten täglich die Mittagsmahlzeiten in Einrichtungen in Trägerschaft der Universitätsstadt Marburg, der Evangelischen Kirche Marburg (EKMR) oder eines freien Trägers vor Ort zu. Vor drei Jahren entschieden Sie sich auf einer Jubiläumsveranstaltung dazu, mehr zu machen. Die Idee des Verkaufs von Spezialitäten auf dem Elisabethmarkt war geboren.
Seitdem verkaufen sie dort hochwertige selbstgemachte Produkte wie Plätzchen, Backmischungen, Konfitüren, Gewürzöl und ein besonderes Linsengericht. Die Zubereitung fand auch 2015 in den Küchen der Kindertagesstätten in der Freizeit der Spenderinnen und Spender statt. Die biologischen und regionalen Zutaten wurden von den Trägern gestellt.
"Ein solches Engagement, das weit über das Normalmaß hinausgeht, unterstützen wir als Stadt gerne durch die Bereitstellung der Räume und der Zutaten", erklärte Kahle. Diese Unterstützung sei Teil der freiwilligen Leistungen, die die Universitätsstadt Marburg für die Menschen im Flüchtlingscamp bereitstelle.
Kappelhoff erläuterte, dass diese Spende die Arbeit im Zentrum für Flüchtlinge enorm erleichtere. Für die Kinder im Camp existiere bislang noch kein spezielles Bildungsangebot. Das solle sich im Frühjahr ändern.
Die Spende werde dazu beitragen, den Kindern das Erlernen der deutschen Sprache zu erleichtern. "Schon jetzt wird im Zentrum für Flüchtlinge in Gisselberg für Kinder bereits viel geleistet", hob Kappelhoff hervor.
So sei nach dem Ausfall des Rosenmontagszugs spontan eine Feier organisiert worden. Rund 30 Kindern sei die Herkunft und Bedeutung des Faschings nähergebracht worden. Auch die Eltern der Kinder hätten so einen guten Eindruck von Marburger Traditionen gewonnen.
Bei der Stadt Marburg findet die Versorgung der Kindergartenkinder in vielen Einrichtungen durch eigenes Personal in ausgestatteten Küchen statt. Hier wird nicht nur gesund und lecker gekocht, sondern dabei auch pädagogisch gearbeitet.
Die Kinder erleben die Essenszubereitung am Vormittag aus nächster Nähe mit. Geräusche und Düfte strömen durch das Haus und die Kinder kommen leicht ins Gespräch mit Koch oder Köchin. An manchen Tagen dürfen die Kinder – unter Einhaltung von Regeln für Hygiene und Sicherheit - beim Kochen mithelfen.
Das macht den Kindern viel Spaß und schafft Erfolgserlebnisse und frühe Kompetenzen. Die Küche ist in einigen Kitas ein ausgewiesener pädagogischer Bereich, in dem auch die speziell dafür ausgebildeten Köchinnen und Köche mehr leisten als ihr Handwerk.
Regelmäßig treffen sie sich im "Arbeitskreis der Köchinnen und Köche an Marburger Kindertagesstätten" zu Fortbildungen und Austausch. Dabei orientieren sie sich an einer kindgerechten, qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Ernährung. Die Gruppe arbeitet mit dem Bereich Ernährung im Gesundheitsamt zusammen.
pm: Stadt Marburg
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