12.02.2016 (fjh)
Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen eines
versuchten Tötungsdelikts auf der Frügeborenenstation des Universitätsklinikums fand am Freitag (12. Februar) in den frühen Morgenstunden die Exhumierung eines - im Dezember 2015 auf dieser Station verstorbenen - Babys statt. Aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Ermittlungen besteht der Verdacht, dass es auch in diesem Fall zu einer missbräuchlichen Medikamentengabe durch die Beschuldigte gekommen sein könnte.
Eine Mitarbeiterin des Klinikums war am Samstag (6. Februar) wegen des Verdachts festgenommen worden, einem "Frühchen" Narkosemittel in lebensbedrohlich hoher Dosis verabreicht zu haben. Glücklicherweiwse waren die hohen Werte rechtzeitig bemerkt worden.
Die Klinik hatte deswegen am Freitag (5. Februar) Anzeige erstattet. Nun prüfen die Ermittler, ob die Verdächtige möglicherweise noch weitere ähnliche Straftaten begangen hat.
Mit einer - sich an die Exhumierung anschließenden - Obduktion wird zu klären sein, ob der Verdacht eines vollendeten Tötungsdelikts bestätigt wird. Die dazu notwendigen gerichtsmedizinischen Untersuchungen werden einige Zeit in Anspruch nehmen.
Franz-Josef Hanke/pm
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