01.02.2016 (fjh)
Studierende fordern mehr Sozialwohnungen, mehr selbstverwalteten Wohnraum, weitere Wohnheimplätze sowie die Gleichbehandlung von Menschen mit Migrationserfahrung und im Asylverfahren auf Wohnungssuche. Auf ihrer Vollversammlung (VV) am Dienstag (26. Januar) hatten die Studierenden der
Philipps-Universität eine Resolution verabschiedet, die die derzeitige Wohnraumpolitik der
Universitätsstadt Marburg und des Studentenwerks kritisiert. Zugleich wurden Forderungen formuliert, mit denen den angesprochenen Missständen begegnet werden soll.
"Wir haben heute ein klares Signal ausgesandt", kommentierte Elisabeth Kula vom
Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) die Resolution. "Studierende lassen sich nicht gegen GeringverdienerInnen oder Geflüchtete ausspielen. Die Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum muss unbedingt beendet werden. Das geht nur durch die Verwirklichung unserer Forderungen."
Der AStA-Sozialreferent Jonathan Schwarz ergänzte: "Die Kernpunkte der Resolution sind die Forderungen nach weiterem sozialen Wohnungsbau, dem Ausbau von studentischen Wohnheimen und der Schaffung selbstverwalteter Lebensräume. Sowohl die Kommunalpolitik als auch das Studentenwerk müssen sich dazu verhalten. Ansonsten werden wir unseren Forderungen anderweitig Nachdruck verleihen."
Aus der Vollversammlung soll ein neues Wohnraumbündnis hervorgehen. "Seit der Räumung der (T)raumklinik haben viele auf Bewegung seitens der Verantwortlichen gehofft, wie von diesen versprochen", berichtete Kula. "Eine deutliche Abkehr von einer profitorientierten Wohnraumpolitik ist für uns allerdings nicht absehbar. Deswegen werden wir hier weiter Druck machen."
pm: AStA Marburg
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