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Ideensammlung


Masterplan für Waldtal vorgestellt

01.02.2016 (fjh)
2014 wurde der Stadtteil Waldtal ins Programm "Soziale Stadt" aufgenommen. Die Universitätsstadt Marburg hat daraufhin vom Land Hessen den Auftrag erhalten, ein integriertes Entwicklungskonzept zu schreiben.
Derzeit werden die städtebaulichen und planerischen Grundlagen dafür erarbeitet. Der "Masterplan", den das Büro GTL Landschaftsarchitekten entworfen hat, wurde nun in einer Bewohnerversammlung vorgestellt.
Wie kann das Waldtal in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiterentwickelt werden? Wo gibt es Probleme? Wo gibt es Potenziale?
Städtebauliche Planungen, Soziales und Kultur, Wirtschaft und Arbeit, Wohnungswirtschaft und natürlich die Beteiligung der Bevölkerung sollen dabei als Bausteine Berücksichtigung finden, erklärte Jürgen Kaiser vom städtischen Fachdienst Stadtplanung den knapp 40 Anwesenden. Die Bewohnerversammlung sollte als Runder Tisch dienen, um den Entwurf zum „"asterplan Marburg Waldtal" zu präsentieren und zu diskutieren.
Markus Gnüchtel vom Büro GTL in Kassel und Düsseldorf lobte zunächst die Vorarbeit der Stadt, auf deren Pläne man gut habe "aufsatteln" können und auch die freundliche Aufnahme im Waldtal. Immer wieder wurde betont, dass der Masterplan lediglich eine Art Ideensammlung und noch nichts davon spruchreif sei.
"Keine Angst, dass sofort alles umgekrempelt wird", betonte Reinhold Kulle von der Stadtplanung. Es gehe darum, bestimmte Projekte zu sichten, die dann umgesetzt werden, erklärte Tina Hey vom Arbeitskreis Soziale Brennpunkt (AKSB), der für das Quartiersmanagement zuständig ist.
Der Masterplan fasst Dinge zusammen, die auf Spaziergängen durch den Stadtteil und vorherigen Treffen angesprochen wurden und aufgefallen sind. Eine erste Fassung wurde im Dezember 2015 vorgestellt. Der Plan umfasst 17 sogenannte Handlungsfelder – von der "Verkehrsberuhigung" bis hin zur "sozialen Achse" und dem "Quartiersplatz".
So, wie es früher überall Dorfplätze gegeben hat, soll auch im Waldtal ein "Herz" entstehen. Dafür sei bereits alles da, was man brauche, erklärte Gnüchtel. Es gebe einen Festplatz, eine KiTa, ein Gemeindehaus und einen Spielplatz. Er könne sich auch vorstellen, die Waldflächen im geschützten Bereich des Orts zu aktivieren und nutzbar zu machen.
Das Wegenetz soll ausgebaut werden. Außerdem könne man über eine Doppelnutzung des Parkplatzes nachdenken, der tagsüber so gut wie leersteht.
Der Ortseingang sei "kaum merkbar". Auch das soll sich in Zukunft ändern.Zu diesem Thema gab es zum Schluss noch einen zweiten Programmpunkt: In Kooperation mit dem Fachdienst Tiefbau hat Dennis Figge von der TH Gießen eine Master-Arbeit über den Straßenabschnitt Ginseldorfer Weg und eine mögliche Neugestaltung des Eingangsbereichs in den Stadtteil hinein geschrieben.
Von den anwesenden Bewohnerinnen und Bewohnern gab es für Gnüchtel noch weitere Anregungen. Unter anderem wurde vorgeschlagen, zu überprüfen, ob die Knutzbach, die dem Stadtteil seinen ehemaligen Namen gab, wieder freigelegt werden könnte. Einige Menschen äußerten zudem, es sei wichtig, die - in die Jahre gekommenen - vorhandenen Häuser zu renovieren und zu sanieren, bevor über Neubauten gesprochen werde.
Mit dem Programm "Soziale Stadt" werden seit 1999 städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligte und strukturschwache Stadt- und Ortsteile in Deutschland gefördert. Ziel ist es, "vor allem lebendige Nachbarschaften zu befördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken".
In Marburg wurde neben dem Waldtal auch das Gebiet Ockershausen/Stadtwald im Jahr 2014 aufgenommen. Der Richtsberg gehörte zu den ersten Gebieten, die gefördert wurden: Von 1999 bis 2010 erhielt der Stadtteil Bundes- und Landesmittel aus dem Programm.
pm: Stadt Marburg
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