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Historisches Stadtsiegel für Manfred Ritter

05.01.2016 (fjh)
Für Persönlichkeiten höchsten Ranges schrieb Manfred Ritter seit 1978 die Einträge für das Goldene Buch der Universitätsstadt Marburg. Am Montag (4. Januar) hat Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies dem Mann der filigranen Feder als Überraschung zu seinem 69. Geburtstag sowie als Dank und Anerkennung um seine Verdienste für die Universitätsstadt Marburg das Historische Stadtsiegel verliehen.
"Sie haben gut 40 Jahre lang in ehrenamtlicher und zeitaufwendiger Arbeit die Einträge für das Goldene Buch der Stadt vorbereitet", betonte Spies bei der Ehrung des Jubilars. Mit dieser mühevollen Feinarbeit habe Ritter dazu beigetragen, wichtige Ereignisse in adäquater Form kunstvoll und einheitlich darzustellen, machte das Stadtoberhaupt bewusst.
"Für diese Leistung ist die Universitätsstadt Marburg außerordentlich dankbar", hob Spies hervor. Die Würdigung von Marburgs Gästen habe eine Bedeutung dafür, wie die Stadt wahrgenommen werde. "Wenn wir von Verdiensten um die Stadt reden, so haben Sie mit Ihrer langjährigen Arbeit einen großen Beitrag dazu geleistet", richtete sich der Oberbürgermeister an den Geehrten.
"Diese Auszeichnung hätte nicht besser sein können", freute sich Ritter und bedankte sich von Herzen. Auch wenn die exakten Einträge mit rund fünf bis sechs Stunden Arbeit am Stück in höchster Konzentration verbunden waren, habe die akribische Gestaltung jedes einzelnen Buchstaben dem Marburger mit Leib und Seele immer sehr viel Freude bereitet, betonte Ritter.
Das aktuelle Goldene Buch der Universitätsstadt Marburg wurde durch den Eintrag von Egon Vaupel mit seiner Ernennung zum Ehrenbürger der Universitätsstadt Marburg abgeschlossen. Das neue Goldene Buch benötigt keine handgeschriebenen Einträge mehr. Aus diesem Grund endete Ritters ehrenamtlicher Einsatz.
Zunächst nur in Vertretung für den Stadtplaner Willi Abel hatte Ritter vor 37 Jahren die Aufgabe übernommen, Texte für das Goldene Buch zu schreiben. Das war zunächst kein leichtes Unterfangen, denn die bisherigen Eintragungen im Goldenen Buch entsprachen bis dahin keiner festgelegten Schriftart, sondern einer eigenständig entwickelten Schrift.
Aus Urlaubs- und Krankheitsvertretung entwickelte sich eine Daueraufgabe. Ritter legte damals Oberbürgermeister Hanno Drechsler ein Muster der "Schwabacher" Schrift vor. Diese Schrift gefiel dem damaligen Oberbürgermeister so gut, dass er sie zur offiziellen Schrift für die Einträge in das Goldene Buch erklärte.
Erst vor Kurzem war der langjährige Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde für seine Verdienste um Denkmalschutz und Denkmalpflege - insbesondere die Sanierung der Marburger Altstadt - mit dem IG-MARSS-Preis 2015 ausgezeichnet worden. Den undotierten Preis vergibt die Initiativgruppe Marburger Stadtbild und Stadtentwicklung (IG MARSS) seit 2007 alle zwei Jahre.
46 Jahre hatte der 1947 geborene Ritter, der aus einer Weidenhäuser Familie stammt, in den Dienst von Denkmalschutz und Denkmalpflege in Marburg gestellt. Nach einer Ausbildung zum Bauzeichner und der Bundeswehr begann Ritter 1969 ein Studium als Hochbautechniker und Statiker, bevor er 1973 in die neu geschaffene Abteilung der Stadt zur Vorbereitung und Durchführung der Altstadtsanierung kam.
pm: Stadt Marburg
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