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soziales 2015


Flüchtlinge waren in Marburg willkommen

31.12.2015 (fjh)
Gut eine Million Flüchtlinge sind 2015 nach Deutschland gekommen. Ihre Unterbringung und Aufnahme war auch in Marburg eines der wichtigsten Themen des Jahres. Mitte Juli richtete das Regierungspräsidium Gießen (RP) an der Umgehungsstraße in Cappel eine Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge ein.
Zunächst bestand noch die Erwartung, die Bewohner würden in den - auf einem Sportplatz eilig errichteten - Zelten nur vier oder fünf Tage bleiben; allmählich wurde jedoch klar, dass das zunächst nur bis Herbst eingerichtete Provisorium auch über den Winter als Unterkunft für Geflüchtete dienen würde. So beschloss der Magistrat der Universitätsstadt Marburg Anfang Oktober den Bau von sechs Häusern aus Holz als Ersatz für die drei Zelte. Die ersten drei Holzbauten wurden am Montag (21. Dezember) bezogen.
Eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge erfreute Betroffene, die Bevölkerung und die Verantwortlichen der Stadtverwaltung. Gut 900 Bürger engagierten sich ehrenamtlich bei Kinderbetreuung, Essensversorgung, Kleiderausgabe, Sprachunterricht oder anderen Angeboten für die Bewohner des Cappeler Camps.
Daneben verblassten andere soziale Probleme ein wenig. Eines davon hingegen gewinnt mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen noch an Dringlichkeit: In Marburg mangelt es an bezahlbarem Wohnraum.
Trotz erheblicher Anstrengungen beim Neubau von Wohnungen hat sich die Wohnraumnot in der Kernstadt noch weiter verschärft. Neben dem Zuzug von Flüchtlingen ist dafür auch die wachsende Zahl von Studierenden an der Philipps-Universität mit verantwortlich. Allerdings werden die Anstrengungen zum Bau erschwinglicher Wohnungen verstärkt fortgesetzt.
Franz-Josef Hanke
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