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Bessere Leistungen


Vaupel empfing Deutsche Meister im Blindenfußball

03.11.2015 (fjh)
Die Blindenfußballmannschaft der Sportfreunde Blau-Gelb Marburg (SFBG) hat im September den deutschen Meistertitel gewonnen. Oberbürgermeister Egon Vaupel empfing die erfolgreichen Sportler am Montag im Historischen Saal des Rathauses und zeichnete sie mit der Marburg-Medaille in Silber aus.
"Ein deutscher Meister ist etwas, mit dem sich ein Oberbürgermeister und die ganze Stadt schmücken kann", freute sich Vaupel. Auch Bürgermeister Dr. Franz Kahle, Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer, Björn Backes vom städtischen Fachdiens Sport sowie der Sportkreisvorsitzende Jürgen Hertlein hatten es sich nicht nehmen lassen, persönlich zu gratulieren.
Am letzten Spieltag des Turniers der Deutschen Blindenfußball-Bundesliga hatten in Freiburg noch vier Mannschaften die Chance, den Titel in der Bundesliga des Deutschen Blindenfußballs auf dem Münsterplatz zu holen. Erst im letzten Spiel erzielte die Mannschaft der SF Blau-Gelb Marburg gegen den Vorjahresmeister MTV Stuttgart das 1:0 durch Niclas Schubert in der 45. Minute und holte damit den Meisterschaftstitel nach Marburg. Beide Mannschaften hätten gewinnen müssen, denn bei einem Unentschieden wäre die Meisterschaft erstmals nach Chemnitz gegangen.
"Der Erfolg war sicher kein Zufall, sondern intensivem Training und einer herausragenden Leistung geschuldet", lobte Oberbürgermeister Vaupel die Sportler. Er betonte, dass Rehabilitations- und Behindertensport hervorragend zur Universitätsstadt Marburg passen.
"Inklusion funktioniert im täglichen Leben immer besser", stellte Vaupel fest. "Und vor allem beim Sport ist sie sehr weit fortgeschritten."
Die Blindenfußballer hätten den Titel nicht nur für sich, sondern für alle Marburgerinnen und Marburger gewonnen. Nicht ohne ein wenig Freude nahm der Oberbürgermeister und bekennende Fan der Königsblauen am Rande zur Kenntnis, dass die Marburger ihr Spiel gegen den FC Schalke 04 in Freiburg tatsächlich verloren hatten.
2011 hatten sich die Fußballer der Deutschen Blindenstudienanstalt (BliStA) den Sportfreunden Blau-Gelb Marburg angeschlossen, da alle Blindenfußballmannschaften in der Bundesliga einem Verein angehören und bereits für die Bereiche Judo und Ski eine Kooperation bestand. Der Fachdienst Sport der Universitätsstadt Marburg hatte mit dem ehemaligen Tennisplatz hinter der Turnhalle am Köppel in Cappel für ein geeignetes Gelände gesorgt, auf dem Trainer Peter Gössmann, Co-Trainer Oliver Einloft und Torwart Manfred Duesing regelmäßig mit der Mannschaft trainieren. Bei der Orientierung helfen den Spielern Rasseln im Ball sowie die Anweisungen des sehenden Torwarts, des Trainers und eines Guides, der hinter dem Tor postiert ist.
Seit 2014 hat die Blindenfußball-Bundesliga bereits mehrfach auch auf zentralen, innerstädtischen Plätzen gespielt, um der Öffentlichkeit zu zeigen, zu welchen Leistungen blinde und sehbehinderte Menschen in der Lage sind. Unterstützt wird sie dabei von der Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußballbunds (DFB).
pm: Stadt Marburg
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