28.08.2015 (fjh)
Maßnahmen zum Ersatz der Zeltunterbringung der Flüchtlinge in Cappel haben die Marburger Grünen am Freitag (28. August) gefordert. Die Grünen begrüßen, dass Marburg als Erstaufnahmeeinrichtung zahlreichen Flüchtlingen eine mit guten Standards ausgestattete Einrichtung anbieten kann und dass so viele Marburgerinnen und Marburger ein hohes Maß an persönlichem freiwilligen Engagement für die Flüchtlingsarbeit aufbringen, um den Flüchtlingen ein friedliches angenehmes Umfeld zu schaffen.
Jedoch könne nichts über die Tatsache hinwegtäuschen, dass Zelte nur eine Übergangslösung sein können und diese Lösung auch nur bis Oktober vorgesehen ist. Die Grünen setzen sich dafür ein, dass Marburg auch über den Oktober hinaus weiterhin Flüchtlinge in einer Erstaufnahmeeinrichtung aufnehmen soll. Daher müsse umgehend dafür gesorgt werden, dass ab Oktober die Flüchtlinge in Marburg in winterfesten Unterkünften untergebracht werden.
Neben der Überprüfung leerstehender Bestandsgebäude wie der Vitos-Klinik in Cappel müssten jetzt akzeptable moderne Wohncontainer beziehungsweise Wohnmodule von Seiten der Stadt bestellt werden. Wenn Oberbürgermeister Egon Vaupel berichte, dass er zahlreiche Angebote von Firmen erhalte, die derartige Unterkünfte auch kurzfristig liefern könnten, sollte die Stadt diese Chance wahrnehmen und in Vorleistung treten, bis das
Land Hessen die Finanzierung übernimmt.
In keinem Fall dürfe gewartet werden, bis die kalte Jahreszeit die Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten unzumutbar macht. Die Gelder für die Vorfinanzierung der Planungskosten wie auch für die Vorfinanzierung der winterfesten Wohnmodule sollten in dem derzeit zur Beratung anstehenden Nachtragshaushalt der
Universitätsstadt Marburg eingestellt werden, lautete die Forderung der Marburger Grünen. Die Grüne Partei fordert die Koalitionsfraktionen auf, einen entsprechenden Antrag zu formulieren.
pm: Die Grünen Marburg
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