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Am 1. April aufgeblasen


Neuartiger Nano-Bus war nur ein Scherz

02.04.2015 (fjh)
Ein Aprilscherz war der aufblasbare Bus der Stadtwerke Marburg (SWM). Die angeblichen Ergebnisse neuester Forschung in der Nanotechnik waren frei erfunden.
Die Nanotechnik eröffnet durchaus interessante Möglichkeiten bei der Herstellung neuer Materialien. Sie beziehen sich aber in erster Linie auf Eigenschaften der Werkstoffe und die Härte von Legierungen. Eigenschaften wie eine gezielt steuerbare Ausdehnung oder Schrumpfung von Gegenständen aus Nanopartikeln liegen außerhalb der derzeitigen Forschung auf diesem Gebiet.
Zischen ist inzwischen kein übliches Begleitgeräusch mehr beim Kneeling von Bussen. Mit Hilfe dieser Technik senkt sich der Wagenboden herab auf das Niveau der Bordsteinkante. Das ermöglicht Menschen mit Mobilitätseinschränkungen - Rollstuhlfahrern oder Personen mit Kinderwagen - ein bequemeres Ein- und Aussteigen.
Aber das "Zusammenfalten" der Schrumpfbusse war ein eher humoristischer Gag. Allerdings warb der heutige Rasenmäher- und frühere Autohersteller Gutbrot in den frühen 50er Jahren für seinen Kleinwagen mit dem Hinweis, dass er keine Garage benötige; man könne ihn auch an der Wand im Hausflur aufrecht abstellen.
Die engen und verwinkelten Gassen der Marburger Oberstadt sind tatsächlich Grund für die Beschaffung besonderer Busse. Seit über 60 Jahren fahren dort kleinere Fahrzeuge, die das Landgrafenschloss und die westlichen Stadtteile Marburgs an das Busliniennetz anbinden.
Preisunterschiede bei der Beschaffung sind erfahrungsgemäß nicht allein entscheidend für die Kostenberechnung eines Linienbusses. So hatten die Stadtwerke Marburg in den 90er Jahren eine Serie von Niederflurbussen beschafft, weil sie um 5.000 Euro günstiger waren als Produkte des Wettbewerbs; allerdings verbrauchten sie wegen ihres hohen Eigengewichts in einem einzigen Jahr schon so viel Kraftstoff, dass sich teurere Busse innerhalb von weniger als drei Jahren bereits amortisiert hätten.
Die Therapierung von Magersucht schließlich geht davon aus, dass in vielen Fällen vor allem bei weiblichen Jugendlichen sexueller Missbrauch in der Kindheit vorliegt. Darüber hinaus ist Magersucht allerdings auch ein Ideal, das jungen Frauen über Kasting-Shows vermittelt wird und das dementsprechend durch eine Streichung derartiger Sendungen aus den Fernsehprogrammen wenigstens in seiner weiteren Verbreitung behindert werden könnte.
Eine Streichung des "aufblasbaren Busses" aus dem Reich der Realität ist nach alledem also unerlässlich. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die kleine Geschichte aus dem Marburger Nahverkehr ein wenig Spaß gemacht hat.
Franz-Josef Hanke
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