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OB Neuwohner


Grüne nominieren Ärztin als Oberbürgermeisterin

27.01.2015 (fjh)
Elke Neuwohner wird sich als Kandidatin der Grünen um das Amt des Oberbürgermeisters bewerben. Bürgermeister Dr. Franz Kahle verzichtet auf eine eigene Kandidatur.
"Nach der vor einigen Jahren gut überstandenen schweren Erkrankung möchte ich mich gesundheitlich nicht übernehmen", begründete Kahle seinen Verzicht. "Ich bin bis zum September 2017 als Bürgermeister gewählt. Die Tätigkeiten als Jugenddezernent und als Bau-, Planungs-, Umwelt- und Grünflächendezernent und als zuständiger Dezernent für die Stadtwerke Marburg möchte ich weiterhin mit voller Kraft ausfüllen, aber nach reiflicher Überlegung keine zusätzlichen Aufgaben anstreben."
Er freue sich sehr, "dass sich unsere gemeinsame Wunschkandidatin Elke Neuwohner bereit erklärt hat, als Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl bereitzustehen". Die 38-jährige Ärztin hat langjährige kommunalpolitische Erfahrung in der Stadtverordnetenversammlung (StVV) und anderen kommunalen Gremien. Sie habe sich durch ihre fachliche Kompetenz, ihre große Umsicht, ihr Verantwortungsgefühl und ihr soziales Einfühlungsvermögen immer wieder ausgezeichnet.
"Sie wäre eine hervorragende Oberbürgermeisterin für unsere Universitätsstadt", lobte Kahle seine Parteifreundin. "Ich begrüße es außerdem außerordentlich, dass bei dieser Oberbürgermeisterwahl mit Elke Neuwohner eine Frau unter den ansonsten männlichen Kandidaten antritt und räume ihr gute Chancen ein, diese Wahl für sich zu entscheiden."
Auch Gründen-Fraktionsvorsitzender Dietmar Göttling unterstützt diese Kandidatur: "Seit vielen Jahren arbeite ich mit Elke Neuwohner im Haupt- und Finanzausschuss zusammen.Sie kennt die Herausforderungen und Problemlagen unserer Stadt und hat konkrete Vorstellungen über die zukünftige Entwicklung auf der Grundlage ihrer sozial-ökologischen politischen Orientierung. Mit ihrem ruhigen und sachlichen Politikstil ist sie hervorragend geeignet, zusammenzuführen."
Besonders zeichne sie aus, dass sie mit großem Interesse das breite Spektrum der politischen Themen engagiert diskutiere und Widersprüche nicht ausblende. "Ich bin sehr beeindruckt, wie gut sie es schafft, die unterschiedlichen Aufgaben als Mutter von fünf Kindern, ihren Beruf als Ärztin und das politische Ehrenamt weitgehend problemlos zu vereinbaren", erklärte Göttling. "Ich freue mich, dass Elke Neuwohner für uns als Oberbürgermeisterkandidatin ins Rennen geht. Sie ist einfach eine außergewöhnliche Frau. "
Neuwohner ist es ein Herzensanliegen, "Marburg noch grüner und gerechter zu machen. Für mich sind gerade die Weiterentwicklung der Marburger Altenhilfe, eine an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien ausgerichtete Kinderbetreuung und der Ausbau erneuerbarer Energien wie der Windkraft hier in Marburg sehr wichtig."
Gemeinsam mit der Wahl am Sonntag (14. Juni) soll auch eine Bürgerbefragung zum Thema Windkraft stattfinden. Neuwohner will "den Menschen in Marburg verdeutlichen, dass die Energiewende und der Atomausstieg nur gelingt, wenn wir die Energiewende auch vor Ort schaffen".
In ihrem privaten wie auch beruflichen Leben erfahre sie, wie die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit beziehungsweise Karriere mit dem Familienleben und auch der Pflege von Angehörigen immer wieder an ihre Grenzen stößt. Sehr gefreut habe sie sich über die gelebte Willkommenskultur und damit auch Ablehnung der Pegida-Bewegung hier in der Stadt. Die Fortführung des friedlichen Dialogs der Kulturen und Religionen sei ein großer Wunsch von ihr.
"Ich stehe klar für die Fortführung einer Koalition aus Grünen und SPD", erklärte Neuwohner. "Mir ist es auch im Oberbürgermeisterwahlkampf ein Anliegen, den partnerschaftlichen Umgang mit der SPD zu wahren. Klar ist aber: Wir sind eine eigenständige Partei mit unseren eigenen Schwerpunkten. Ich freue mich darauf, im Wahlkampf für unsere Konzepte für Marburg zu werben."
pm: Die Grünen Marburg
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