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Getäuscht


Betrugsanruf und Landfriedensbruch

26.01.2015 (ajf)
Nach einem Betrugsanruf sucht die Kripo Marburg den angeblichen Geldkurier. Im Zusammenhang mit einem Betrug durch einen sogenannten Schockanruf bittet die Kripo Marburg um Hinweise zu einem Mann, von dem folgende Beschreibung vorliegt: - 1,75 bis 1,80 Meter groß - Schmale, schlanke Figur - Dunkler, kuzrer Kinnbart - Schwarze Strickmütze, schwarze Handschuhe, schwarze , hüftlange Lederjacke, schwarze "Anzugsschuhe" Dieser Mann hielt sich zwischen 19 und 20 Uhr in der Sudetenstraße auf und fungierte als Geldkurier. Er nahm von einem 79-jährigen Senioren zwei Raten des telefonisch vereinbarten Betrags entgegen. Der Senior fiel Betrügern zum Opfer, die mit einem sogeannten Schockanruf arbeiten. Dabei wenden sich die Täter nahezu ausschließlich an Bürger aus dem russischsprachigen Raum und bedienen sich auch der Muttersprache. Das war auch am Samstag (24. Januar) so. Der Anruf kam gegen 18 Uhr. Ein angeblicher Anwalt überrumpelte sein Opfer gleich mit der Forderung eines größeren Geldbetrages. Das Geld sei zur Abwendung einer Haft alsbald einem Kurier zu übergeben. Als Grund führte der Anrufer einen angeblichen vom Sohn des Opfers in Saarbrücken verursachten schweren Verkehrsunfall an. Schockiert von der Nachricht ging der kaum deutsch sprechende Mann auf die erste Forderung und nach erfolgter Zahlung sogar noch auf die zweite Forderung ein. Die Fahndung nach dem angeblichen Kurier verlief erfolglos.
Außerdem ermittelt die Polizei nach einer Reihe von Vorfällen in der Oberstadt am Freitag (23. Januar)u.a. wegen Landfriedensbruchs. Nach ersten Ermittlungen versammelten sich 25 bis 30 schwarz gekleidete und vermummte Personen und zogen von der Sybelstraße durch die Lutherstraße bis zum Gisonenweg. Auf diesem Weg warfen sie drei fahrbare Müllcontainer um und blockierten damit die Kreuzung Sybelstraße/Lutherstraße. Mehrere Kanonenschläge flogen gegen Gebäude und Fahrzeuge in der Lutherstraße und an insgesamt sieben Häusern befanden sich hinterher politisch motivierte Farbschmierereien. Zwei Männer, einer 19, der andere 40 Jahre alt, wurden Opfer von Übergriffen. Sie erhielten Tritte bzw. einen Faustschlag. Zuletzt entstand in der Lutherstraße an einem geparkten Auto noch ein Schaden in Form eines Kratzers und einer Beule. Trotz der intensiven Fahndung durch die Polizei konnte die Gruppe sich auflösen und verschwinden.
pm: Polizei Marburg
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